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Medieninformation, 23. Oktober 2015

Barrierefreier Zugang zum Schloss Wörlitz eingeweiht

Wir möchten, dass Sie es leichter haben!

Die Beletage des Schlosses Wörlitz, die Inkunabel des Klassizismus, ist ab sofort über einen Lift ohne Hilfe fremder Personen erreichbar.


Der barrierefreie Eingang wurde heute in Betrieb genommen. Die Installation einer solchen Hebeplattform war vom „Runden Tisch für Menschen mit Behinderungen” des Landes Sachsen-Anhalt für einen selbst bestimmten Zugang behinderter Menschen zum Schloss Wörlitz angeregt worden und konnte nun verwirklicht werden.

Das Hochparterre des Englischen Landhauses ist mit seiner kompletten Ausstattung aus dem 18. Jahrhundert erhalten. Bauliche Eingriffe in diese kostbare Denkmalsubstanz verboten sich von selbst. Man behalf sich daher bislang mit zwei Schienen, über die Rollstuhlfahrer von einer helfenden Person die drei Stufen auf der Seeseite hochgeschoben werden konnten. Das war beschwerlich und entsprach nicht den DIN-Vorschriften.

Die Herausforderung bestand nicht nur darin, eine Lösung zu finden, die dem kostbaren UNESCO-Welterbe keinen Zwang antat, sondern auch mit der krümeligen wassergebundenen Wegedecke zurecht zu kommen, bei der zahlreiche Firmen wegen befürchtetem „Sand im Getriebe” passen mussten.

Das Architekturbüro Hein, Wittemeyer und Partner fand eine Firma in Sachsen-Anhalt, die auch diese Schwierigkeit meistern kann. Hydrolift 400 heißt die Lösung, die sogar ohne störende Bediensäulen auskommt und mit einer Funkfernbedienung in Form eines Schlüsselanhängers arbeitet. Die ausfahrende Abrollsicherung gibt dem Rollstuhlfahrer zusätzliche Sicherheit.

Barrierefreiheit im UNESCO-Welterbe Gartenreich Dessau-Wörlitz
Alle Gärten und Schlösser des UNESCO-Welterbes Gartenreichs Dessau-Wörlitz sind historische und in ihrer Authentizität einmalige Denkmale und stehen folgerichtig unter Denkmalschutz sowie unter dem Schutz der UNESCO. So entsprechen z. B. die befestigten Wege in den Parkanlagen und die Materialien der Wegeoberflächen dem historischen Charakter der Gärten.

Der demografischen Wandel in der Bevölkerungsstruktur im Land Sachsen-Anhalt bringt auch Herausforderungen im Zusammenhang mit Mobilität, Barrierefreiheit, und Kulturvermittlung mit sich. Barrierefreiheit zur Verbesserung der Lebensqualität aller Menschen ist als gesamtgesellschaftliche Aufgabe anzusehen, der sich auch die Kulturstiftung DessauWörlitz annimmt. Daher heißt die Stiftung alle Gäste im Gartenreich herzlich willkommen und verfolgt das Ziel, bestehende Barrieren und Stufen im Einklang mit dem Denkmalschutz zu vermindern und allen Gästen ihre Bauwerke und Anlagen weitestgehend zugänglich zu machen.

Für Besucher mit Handicaps wurde in den letzten Jahren schon Vieles erreicht:

• So finden sie beispielsweise in den Wörlitzer Anlagen zahlreiche Rundwege, die auch im Rollstuhl passierbar sind, ebenso Toilettenanlagen, die barrierefreien Zugang gestatten. Es existieren eine Karte und ein dreisprachiges Informationsheft „Die Wörlitzer Anlagen. Informationen für Gäste im Rollstuhl”. Diese sind unter der Mitwirkung zahlreicher Behindertenverbände zustande gekommen. Aufgrund zahlreicher Sanierungsarbeiten infolge der Jahrhundertflut von 2002, die etliche Umbauarbeiten an Wegen, Deichanlagen und Brücken notwendig gemacht hatten, ist allerdings eine Überarbeitung des Planes notwendig geworden. Dies soll im Jahr 2016 realisiert werden.

• Im Rahmen der Instandsetzungsarbeiten am südlichen Wirtschaftsflügel des Schlosses Oranienbaum wurde 2013 ein neuer öffentlicher, barrierefreier Zugang zum Parkbereich ermöglicht. Der Schlossgarten Mosigkau ist aufgrund seiner natürlichen Umgebung annähernd barrierefrei.

• In den letzten Jahren ist das Thema „Barrierefreie WC-Anlagen” intensiv verfolgt worden. An der Insel „Stein” (östlicher Teil der Wörlitzer Anlagen), an der Gondelstation (Nähe Schloss Wörlitz), in der Orangerie Luisium, am Schloss Mosigkau sowie seit 2012 im Ehrenhof des Schlosses Oranienbaum konnten fünf moderne barrierefreie WC-Anlagen eröffnet werden.

• Der Besuch der Schlösser ist mit Hilfe von Begleitpersonen möglich. Das Museumspersonal ist Gästen im Rollstuhl behilflich, um auch die historischen Bauwerke allen Besuchern wenigstens partiell zugänglich zu machen.

Im Gotischen Haus existiert eine mobile Rampe, um das Erdgeschoss auch für Gäste im Rollstuhl zu öffnen. Auch der Besuch des Küchengebäudes (Wörlitz), in dem sich ein GartenreichLaden und eine Gastwirtschaft befinden, ist jedermann möglich. Weiterhin ist auch für das Schloss Luisium der Zugang über eine mobile Rampe geplant.
Perspektivisch wird es auch für Schloss Oranienbaum die Option geben, mit einem Lift das Erdgeschoss zu erreichen. Auf der Nordseite des Schlosses ist eine historische Treppenanlage nicht mehr erhalten. Hier ist vorgesehen, in einem kommenden Bauabschnitt einen Aufzug oder eine Hebevorrichtung einzubinden. Doch dies wird in Abhängigkeit der finanziellen Mittel erst in einigen Jahren möglich werden.

• Die Insel Stein ist über die Pontonbrücke auch für Besucher im Rollstuhl erreichbar. So können die Außenanlagen, die Skulpturen und zum Teil auch die Grotten barrierefrei besucht werden.

• Nicht zuletzt bei der Neugestaltung der Stiftungswebsite im kommenden Jahr wird die Barrierefreiheit eine Rolle spielen.
 

 
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