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Darstellung des Vesuvausbruches im Luisium
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»Wir bestiegen gestern bei dem schönsten Frühlingswetter den Vesuv und wurden, nach dem beschwerten Eselsritte bis Portici, von Bauern zu dem Krater emporgezogen. Ich versichere, dass dies eine sehr unangenehme Sache ist, über die man viel Schweiß vergießt, da man bald über die spitzen Laven, bald bis an die Knie durch Asche schreiten muss. (...)Der Berg machte etwa von 20 zu 20 Minuten einen starken Lärm (...). Wir und unsere Führer glaubten, der ganze Berg stürze ein.«
Georg Heinrich von Berenhorst, Reisebegleiter des Fürsten Franz, 01|03|1766
Im Schloss Wörlitz finden Sie kunstvolle Wandmalereien und Stuckaturen, die auf Vorbilder aus Pompeji und Herculaneum zurückgehen.
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Blick in das Neapelzimmer im Obergeschoss des Schlosses Wörlitz
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Wandmalerei nach Pompejanischem Vorbild im Garderobenzimmer des Fürsten
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Auf der Felseninsel "Stein" befindet sich der einzige künstliche Vulkan Europas,
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Schwebende Hore im Kaminzimmer der Villa Hamilton
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Verlängert bis 22. September 2012

Fremde Welt ganz nah

Pompeji und Herculaneum im Gartenreich Dessau-​Wörlitz

Im Gartenreich Dessau-Wörlitz trifft der Besucher auf die frühesten und bedeutendsten Rezeptionen der sensationellen Ausgrabungsfunde am Fuße des Vesuvs. Folgen Sie den Spuren – Pompeji und Herculaneum praktisch vor der Haustür!


24. August 79 n. Chr.

Am Golf von Neapel kam zu einem verheerenden Ausbruch des seit Jahrhunderten schlummernden Vulkans. Sein pyroklastischer Strom und die ausfließende Lava kosteten tausenden Menschen das Leben und zerstörten die antiken Städte Pompeji, Herculaneum und Stabiae – konservierten auf diese Weise jedoch ein authentisches Stück antiker Kultur. „Es ist viel Unglück in der Welt geschehen, aber wenig, das der Nachwelt so viel Freude gemacht hätte” schrieb 1787 Johann Wolfgang von Goethe, als er sich in der Gegend aufhielt.

1766: Besuch der Ausgrabungsstätten durch den Fürsten Franz von Anhalt Dessau

Es lohnt sich, der erstaunlich frühen Rezeption der sensationellen Ausgrabungen am Fuße des Vesuvs im Gartenreich nachzugehen. Der wichtigste Impuls ging vom direkten Erlebnis aus: Fast 1687 Jahre nach der Katastrophe des Vesuvausbruchs besuchten Fürst Franz von Anhalt-Dessau und sein Architekt Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff auf ihrer Grand Tour die Ausgrabungsstätten. Die dort gesehenen Wand- und Deckenmalereien, Mosaiken und Kunstgegenstände fanden ihr höchstes Interesse, waren sie doch auf der Suche nach Inspirationsquellen. Die nach dieser Reise im Gartenreich entstandenen Wandmalereien und Stuckaturen in den Innenräumen klassizistischer Bauwerke legen davon eindrucksvoll Zeugnis ab. Dabei handelt es sich um erstaunlich frühe Reflexionen der sensationellen Entdeckungen – die am Originalschauplatz noch nicht einmal jedermann zugänglich waren. Von Erdmannsdorff schildert in seinem Reisejournal unter dem 7. März 1766 den Besuch von Herculaneum. Gerne hätte er Skizzen von den Entdeckungen angefertigt, allein es herrschte ein strenges königliches Verbot, das jedermann die zeichnerische Darstellung der Ausgrabungsfunde untersagte. König Karl III. von Neapel ließ ab 1757 die Le Antichità di Ercolano esposte herausgeben, ein prachtvolles Kupferstichwerk, das in mehreren Bänden die antiken Funde dokumentierte. Von Erdmannsdorff zitierte sehr häufig aus diesem Vorlagewerk: Zunächst 1767 in der klassizistischen Rotunde des Residenzschlosses (Kriegsverlust).

1773: Einweihung des Fürstlich Anhalt-Dessauischen Landhauses in Wörlitz


In zahlreichen Innenräumen des Schlosses Wörlitz, dem Gründungsbau des deutschen Klassizismus, finden sich qualitätvolle Wandmalereien und Stuckaturen, die auf Vorbilder aus Pompeji und Herculaneum zurückgehen. Ein Zimmer im ersten Stock ist mit großformatigen Neapel–Ansichten ausgemalt.

1778: Fertigstellung des Schlosses Luisium

Im anmutigen Schloss Luisium bei Dessau, auch „Tempel der weiblichen Tugenden” genannt, ließ von Erdmannsdorff den Saal mit den damals beliebtesten Wandmalereien aus Herculaneum, den schwebenden weiblichen Genien, verschönern. Hier gibt es ein Pompejanisches Kabinett mit Ansichten des brennenden Berges.

1788 bis 1794: Die Insel "Stein" wird im Auftrage des Fürsten Franz von Anhalt-Dessau errichtet

Die sogenannte Felseninsel „Stein” im Ostteil der Wörlitzer Anlagen ist ein besonders spektakuläres Denkmal im Gartenreich Dessau-Wörlitz.In der Villa Hamilton, am Fuße eines künstlichen Vulkans gelegen, rief der wallonische Gartenkritiker und Kunstkenner Fürst Charles Joseph de Ligne aus: „C’est tout Herculanum!” (Es ist alles Herculanum). Wie eindrucksvoll müssen die künstlichen Eruptionen auf die Zeitgenossen gewirkt haben, wenn der Berg „…3 Nächte hindurch Flammen und Verderben gesprudelt…” hatte, wie Carl August Boettiger 1797 etwas spöttisch bemerkte? Erholen konnten sie sich nach einem derartigen Spektakel im fürstlichen Gasthof „Eichenkranz”, in dem es kurioser Weise ein Zimmer mit dem Namen „Herculan” gab.

2012: Fremde Welt ganz nah

Lassen Sie sich zu einer Ausstellung im Schloss Wörlitz und zu
einer „Grand Tour” durch das Gartenreich einladen. Entdecken Sie ein spannendes Stück Italien in Anhalt! Eine App für Smart- und i-phone sowie ein Tourenplan begleiten Sie auf Ihrer Reise. Mögen Sie den Eindruck gewinnen: ”Hier ist iezt unendlich schön.” (Goethe in Wörlitz 1778)

 

 
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Informationen

Öffnungszeiten & Eintrittspreise

Schloss Wörlitz, Insel Stein und Schloss Luisium

Di – So, Feiertage 10:00 – 18:00 Uhr, montags nach Voranmeldung

Eintrittspreise

Je Schloss: 5,00 € p.P., ermäßigt 3,50 € p.P.
Kombikarte „Fremde Welt ganz nah” 12,00 € p. P., ermäßigt 10,00 € p.P.

Adressen

Schloss Wörlitz & Insel Stein: 06785 Oranienbaum-Wörlitz

Schloss Luisium: Am Luisium 06844, Dessau-Roßlau, OT Waldersee
Reisebegleiter

App und Tourenplan

Eine App für Smart- und iPhone und ein Tourenplan begleiten Sie auf Ihrer Reise!

Hier geht es zum Download:
Für Android: http://bit.​ly/NN6HwM
Für iPhone: http://bit.​ly/NN7Nsr
Kontakt

Projektleiter

Dr. Wolfgang Savelsberg
Kulturstiftung Dessau-Wörlitz
Interimsanschrift: Ernst-Zindel-Str. 8
06847 Dessau-Roßlau
+49(0)340 / 64615-35
savelsberg@ksdw.de
Kontakt

Presse

Dr. Steffen Kaudelka
Kulturstiftung Dessau-Wörlitz
Interimsanschrift: Ernst-Zindel-Str. 8
06847 Dessau-Roßlau
+49 (0)340 / 646 15 41
+49 (0)340 / 646 15 50
kaudelka@ksdw.de

Presseinformation

Ausstellung und Thementour: „Fremde Welt ganz nah – Pompeji und Herculaneum im Gartenreich Dessau-​Wörlitz”

Lassen Sie sich zu einer Ausstellung im Schloss Wörlitz und zu
einer „Grand Tour” durch das Gartenreich einladen. Entdecken Sie ein spannendes Stück Italien in Anhalt!
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Pauschalangebot

Bequem reisen...

Die Tourismusmarketing Sachsen-Anhalt GmbH hat ein Arrangement vorbereitet, das den Besuch der Landesausstellung in Halle und des Gartenreichs Dessau-Wörlitz beinhaltet.

Weitere Informationen zur Reise unter: http://bit.​ly/unvWjH

Dank

Förderer und Partner

Das Projekt wird vom Land Sachsen-Anhalt, http://www.​sachsen-​anhalt.​de/ finanziell unterstützt.

Kooperationspartner ist das Landesmuseum für Vorgeschichte Halle, http://www.​lda-​lsa.​de/de/
Download

Fremde Welt ganz nah

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